Am 16.09.2020 fand in unserem Schulgebäude in den Räumen C34F und C35F eine Videokonferenz mit dem bekannten TV-Moderator und Klimaexperten Sven Plöger statt. An dieser Veranstaltung der Klimawoche-Bielefeld nahmen drei Klassen der Höheren Handelsschule (HH03, HH93, HH95 ) und drei Umweltscouts aus dem Wirtschaftsgymnasium teil. Das Thema Nachhaltigkeit ist an unserer Schule fester Bestandteil des Faches Differenzierung, sodass die Schüler*innen auf das Thema Klimawandel vorbereitet waren.

„Gut gefallen hat mir die lockere Atmosphäre, die Herr Plöger vermittelte“, lautet eine Schülermeinung. Sven Plöger zeigte sich ungeschminkt in seinem privaten Arbeitszimmer, im Hintergrund war eine Flasche Schnaps auf dem Schrank, deren Vorhandensein er humorvoll kommentierte. Für ihn war diese Art der Kommunikation eine Premiere, wie er selbst sagte.

Mit anschaulichen Beispielen verstand er es, uns die Ernsthaftigkeit des Themas nahezubringen. Selbst Politiker wie Donald Trump leugnen den Klimawandel in der Öffentlichkeit, wohl wissend, dass es ihn gibt. Sven Plöger berichtete, dass der noch amtierende amerikanische Präsident seinen eigenen Golfplatz an der irischen Küste mit Mauern schützen lässt, damit er nicht dem steigenden Meeresspiegel zum Opfer fällt.

Von uns gestellte Fragen wie „Was kann ich als Schüler persönlich unternehmen, um dem aktuellen Klimawandel entgegenzuwirken, und was tun Sie selbst?“ wurden von Herrn Plöger fachmännisch beantwortet. Sowohl die Schüler*innen als auch die Lehrer*innen empfanden die Konferenz mit Herrn Plöger als wirklich gelungene Veranstaltung.

Herr Ohlemeyer von der Klimawoche Bielefeld hat die WEB-Konferenz aufgezeichnet, sie kann unten angesehen werden.

Es lohnt sich!

Am 09. Oktober wurde unser langjähriger Hausmeister Manni (Manfred) Austermann in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. 21 Jahre lang war er die Seele des Ems-Berufskollegs und stand uns allen jederzeit mit Rat und Tat und unendlicher Geduld zur Seite. Lieber Manni, das gesamte Kollegium wünscht dir und deiner Familie für die Zukunft alles Gute, Glück und Gesundheit!

„Es ist nur eine kleine Sache, aber man kann damit ein Menschenleben retten.“ Mit diesen Worten beschreibt Christin Bröker aus der Klasse WG81, warum sie sich als mögliche Stammzellenspenderin bei der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) hat registrieren lassen. „Besonders hat mich die Geschichte eines jungen Mannes berührt, der einem kleinen Mädchen mit einer Knochenmarkspende helfen konnte“, so Christin. Das Video mit dieser Geschichte hatten die Schülerinnen und Schüler zuvor gesehen, es ist nur eine von vielen Lebensretter-Geschichten, die über die Homepage der DKMS zu sehen sind. Auch Liana Unrau aus der WG81 meint: „Es ist eigentlich so einfach, jemandem mit seiner Spende eine zweite Lebenschance zu geben.“ Am Ems-Berufskolleg fand jetzt bereits zum dritten Mal eine Typisierungsaktion der DKMS statt, bei der sich insgesamt 110 Schülerinnen und Schüler haben registrieren lassen. Geplant und organisiert wurde die Aktion von den Lehrerinnen Stefanie Drees und Astrid Uschmann, unter Beratung und Begleitung durch die DKMS. Allerdings konnten diesmal aufgrund von Corona die Proben mit einem Speichelabstrich von der Wangenschleimhaut nicht in der Schule genommen werden, sondern die Spender erhielten Informationen sowie die Materialien für den Abstrich mit nach Hause. Die Probe wurde dann zusammen mit der schriftlichen Einverständniserklärung wieder in der Schule abgegeben. Grundsätzlich kann jeder im Alter zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Stammzellspender registriert werden. Über die Datenbank der DKMS steht man dann als Spender für Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung, wobei die DKMS hohen datenschutzrechtlichen Standard garantiert. Wird man bei einem Blutkrebspatienten als möglicher Spender ermittelt, sind zwei Methoden zur Stammzellenentnahme möglich: die Entnahme aus der Blutbahn (wird zu 80 Prozent praktiziert) oder die Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenkamm mit einer Punktionsnadel (zu 20 Prozent praktiziert). Übrigens kommt es bei der Stammzelltransplantation nicht auf die Übereinstimmung der Blutgruppen an, sondern auf die möglichst genaue Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Patient. Für das Ems-Berufskolleg ist die jetzige dritte Typisierungsaktion sogar mit einer Auszeichnung verbunden: Die Schule erhält das neue Schulsiegel der DKMS, mit dem das Engagement für die DKMS und das Thema Stammzellenspende ausgezeichnet werden.

Am 22.09.2020 war es wieder soweit: Das jährliche Speed-Dating der
Unterstufenklassen der Lagerlogistik fand von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr in Raum C35 des Ems-Berufskollegs statt.

Hier konnte aber nicht, wie der Begriff „Speed-Dating“ vermuten lassen könnte, der Partner bzw. die Partnerin fürs Leben gefunden werden. Sondern die Schülerinnen und Schüle hatten vielmehr die Möglichkeit, ihre Partner für die Ausbildungszeit kennenzulernen und diese mit einem selbsterstellten Fragenkatalog wissbegierig zu befragen. Für diese Fragen standen an fünf Stationen Vertreter der IHK (Herr Kaiser und Herr Siegmund), Ausbilder/Prüfungsausschussmitglieder (Herr Krieger Beckhoff Automation, Herr Bussian Firma B+R), die Schulsolzialarbeit (Frau Linnemann und Frau Löbbert) und Auszubildende der Oberstufenklasse FL83 (Frau Teterra und Herr Jafari) zur Verfügung.

Die Unterstufenklassen der Lagerlogistik haben an diesem Tag mit viel Spaß ihren Erfahrungsschatz in Bezug auf den Ausbildungsberuf erweitern können. Dafür möchte sich der gesamte Bildungsgang der Lagerlogistik bei den externen und internen Partnern bedanken!

Am 14.09.2020 besuchten die Schüler*innen der internationalen Klasse des Ems-Berufskollegs die Stadtbibliothek in Rheda-Wiedenbrück. Auch in Zeiten von Corona ist es endlich wieder möglich in den Genuss einer Führung durch die Stadtbibliothek zu kommen. Die Bibliotheksleiterin Frau Vaughan erklärte den Schüler*innen, welche Medien in der Bibliothek ausgeliehen werden können und welche Dienstleitungen die Stadtbibliothek für die Belange der internationalen Schüler*innen bereithält. Die Schüler*innen folgten gespannt den vielen Informationen. Zum Schluss konnten die Schüler*innen sich mit ihren neuen Bibliotheksausweisen Medien für zu Hause ausleihen.

Karolin Löbbert (Schulsozialarbeit)

Aus den Händen von Englischlehrerin Rachel Kohl sowie Englischlehrer Kai Albert erhielten jetzt 29 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 13 des Wirtschaftsgymnasiums das LCCI-Zertifikat im Bereich Wirtschaftsenglisch. Das Level B2 wurde 18-mal erreicht, Level B3 sogar 11-mal. So ein gutes Ergebnis sei schon etwas Besonderes, so das Fazit der Englischlehrer. Diese Qualifikation ist das meist nachgefragte Zertifikat der englischen Sprache. Bewertet wird die Prüfung mit einer Dauer von 180 Minuten in London.

Im Bildungsgang Berufsfachschule wurden kurz vor den Sommerferien die Klassen B 191, B 291 und B 292 im Rahmen der Zeugnisübergabe verabschiedet. Bildungsgangleiter Frank Siekmann sowie die Klassen- bzw. Fachlehrer Barbara Lauff, Peter Hartmann, Thomas Meier, Dietmar Mückshoff und Marco Stolte gratulierten zu den erbrachten Leistungen und wünschten den Absolventen alles Gute für die Zukunft.

Zum ersten Mal haben sich die Oberstufen der Höheren Handelsschulen im Schuljahr 2019/20 am Kreativwettbewerb der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung beteiligt und gleich mehrere Preise gewonnen. Die Klassen hatten sich mit ihren Religionslehrern Steffen Schulz und Petra Habenicht im Unterricht mit dem Thema „Frei sein! – Leben ohne Sucht“ beschäftigt. – In der HH 86 erreichten Luna Hartmann, Madita Hollenhorst und Erik Schramm mit ihrem Beitrag zur Mediensucht den vierten Platz in NRW und erhielten für die Klasse ein Preisgeld von 350 €. In der HH 85 hatten sich mehrere Schüler und Schülerinnen mit unterschiedlichen Beiträgen beteiligt, und jeweils drei Resultate haben einen Anerkennungspreis mit je 100 € gewonnen. Alle Klassen hatten außerdem am Quiz über die Ursachen und Folgen von Sucht teilgenommen, und zu den ausgelosten Preisträgern gehört Maximilian Lefeld aus der Klasse HH 82. Die beiden Religionslehrer, aber auch die Klassenlehrer, sind stolz auf die Leistungen der Schüler.

Es ist geschafft: das Abitur 2020 am Ems-Berufskolleg mit seinen ganz speziellen Corona geschuldeten Bedingungen und Herausforderungen. 36 Schülerinnen und Schüler erhielten jetzt ihre Abiturzeugnisse und können mit Stolz auf die erbrachten Leistungen zurückblicken. „Wir fühlten uns auf jeden Fall gut für die Prüfungen vorbereitet“, resümieren Alina Burhenne, Leonie Freitag und Lasse Ottofrickenstein. „Unsere Unterrichtsthemen hatten wir abgeschlossen, und die Vor-Abi-Klausuren waren rechtzeitig geschrieben. Der 13. März war unser letzter Schultag, und erst am Nachmittag war uns klar, dass wir wegen Corona nicht mehr zusammen in der Schule sein würden. Das war schon traurig, denn wir hatten eine gute Klassengemeinschaft.“ Für Schulleiter Dieter Freyer ist es der letzte Abitur-Jahrgang, denn er tritt seinen Ruhestand an. Den Wirtschaftsabiturienten wünschte er gemeinsam mit Bildungsgangleiter Arndt Richter alles Gute: „An der Ökonomie kommt man im Leben nicht vorbei, und ihr habt dafür eine hervorragende Grundlage gelegt.“ „Aktiv gechillt – passiv gelernt: ABILANZ 2020“. Unter diesem Motto verlassen die Schule: aus Gütersloh: Chiara Montanes Barbarossa, Aleksandra Durgutovski; aus Harsewinkel: Jonathan Örs; aus Langenberg: Max Dumitrov, Iv Abigail Gödde, Nell Katharina Gödde, Nicole Schledewitz; aus Rheda-Wiedenbrück: Kathrin Borsig, Alina Burhenne, Leon Dreisvogt, Joel Ebeling, Gabriel Elma, Leonie Freitag, Tim Heidkemper, Leonie Humpe, Gabriel Imran, Calvin Kilic, Michael Kostenkov, Luis Kroll, Jule Lütkewitte, Eli Malki, Martin Milevski, Lasse Ottofrickenstein, Caroline Rohmert, Aaron Westhoff; aus Rietberg: Hermann Brüggenthies, Katharina Niediek, Jenny Katharina Schmidt; aus Verl: Christina Brummel, Noah Dalmis, Jasmin Graute, Leonie Lakämper, Hendrik Mühlenkord, Nick Pollmeier, Fabian Stelter; aus Wadersloh: Marlene Wagner. Unter der Betreuung der Klassenlehrer Julia Westermann und Mathis Jelen erreichten Leonie Freitag (1,1 Jahrgangsbeste), Alina Burhenne (1,3) und Lasse Ottofrickenstein (1,3) die besten Leistungen des Jahrgangs.

Am Ems-Berufskolleg wurde jetzt Schulleiter Dieter Freyer in den Ruhestand verabschiedet. In den letzten neuneinhalb Jahren hat er die Entwicklung der Schule geprägt und die vielfältigen Anforderungen an die Schülerschaft und an das Kollegium intensiv begleitet. Aufgrund der Corona bedingten Entwicklungen der letzten Tage im Kreis Gütersloh wurde eine offizielle Verabschiedung mit Vertretern des Kreises sowie der Bezirksregierung abgesagt. Aber vonseiten des Lehrerkollegiums gab es viele positive Worte über die Verdienste des Schulleiters. Und irgendwie passt so ein „lockerer“ Abschied zu Dieter Freyer, der auf „große Auftritte“ und Zeremonien wenig Wert legt. Insgesamt 25 Jahre war er in Schulleitungsfunktionen tätig, zuvor am Berufskolleg Halle. Nach dem Abitur am Hanse-Berufskolleg in Lemgo und dem Studium der Fächer Wirtschaftswissenschaften, Politik und Geschichte in Bielefeld absolvierte Dieter Freyer sein Referendariat am Carl-Severing-Berufskolleg in Bielefeld. Geprägt hat ihn auch die Herkunft aus einer ostpreußischen Flüchtlingsfamilie: „Ich möchte die Schüler auf den Weg bringen, sich zu entwickeln, bei allen Schwierigkeiten“, so Freyer. Dass ihm das gelungen ist, bestätigte ihm Lehrerin Jasmin Becker in ihrer Ansprache: „Sie haben sich immer für die Schüler eingesetzt; Sie haben diejenigen gefördert, die es nicht so einfach hatten. Sie sind ein Menschenfreund.“ Bei seinem Rückblick erinnerte Freyer an gemeisterte und bestehende Herausforderungen: sprachsensibler Unterricht, Entwicklung eines Medienkonzepts, die Einrichtung internationaler Klassen, die Qualitätsanalyse, der Einstieg in die Digitalisierung – und jetzt: Corona. Dem Kollegium und seiner Stellvertreterin Stefanie Ebbesmeier dankte Dieter Freyer für die gemeinsame Zeit und die Zusammenarbeit: „Reden statt anordnen“, so Freyer, das sei wichtig, wenn man bei Entscheidungsprozessen alle mitnehmen wolle: „Viel anzuordnen bringt wohl nichts.“ An Sommertagen kam Dieter Freyer gewöhnlich mit dem Motorrad zur Schule, in der Zukunft sind dann mit seiner Frau längere Strecken in Richtung Frankreich geplant.

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