Anfang Oktober waren die angehenden Groß- und Außenhandelskaufleute aus der Klasse GH62v mit ihren Lehrern Andrea Gerwing und Achim Wörmann zu Gast bei einem der fünf größten Möbelproduzenten in Europa, der 3 C Holding GmbH in Rheda-Wiedenbrück.

Der Fokus des Praxistransfers bei der 3C Holding GmbH lag auf dem Marketing-Element der Verkaufsförderung. Hierzu konnten sich die Auszubildenden zunächst aktiv in ein lebendiges und spannendes Praxisseminar des Schulungsleiters des Unternehmens, Herrn Peter Flatt, einbringen. Nach einführenden Worten über die Leitung, die Produktionsstätten und die Produktpalette des Unternehmens erhielten die Auszubildenden einen Einblick in die Praxis der Verkaufsförderung des Unternehmens, welche hauptsächlich aus Coachings und Verkaufstrainings für das Verkaufspersonal in den Möbelhäusern besteht. Herr Flatt verdeutlichte, dass das Personal in Möbelhäusern der einzige Grund ist, weswegen die Produkte des Unternehmens, nämlich Polstermöbel, genau in diesem einen Möbelhaus gekauft werden und die Verkäufer somit einer der wichtigsten Ansatzpunkte zur Förderung des Verkaufs darstellen. So konnten die Oberstufenschüler die im Berufsschulunterricht erlernten Methoden der Verkaufsförderung einmal unter einem anderen Blickwinkel in der Praxis betrachten. Anschließend bekam die Klasse eine Führung durch die aktuelle Ausstellung der 3C Gruppe und konnte erleben, welche Prozesse tagtäglich in Möbelhäusern am Point of Purchase stattfinden.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass die GH 62v durch diesen Praxistransfer einen interessanten und informativen Einblick in die moderne Verkaufsförderung der 3C Holding GmbH erleben durfte.

Auch in diesem Schuljahr 2018/19 kamen die Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule und des Wirtschaftsgymnasiums in den Genuss, am Birnbachsee ein Wassersport-Zentrum zu eröffnen. Mittlerweile hat der Beachmanager am Ems-Berufskolleg eine dreijährige Tradition, und er hat sich vom Modellprojekt zum Teil der Jahresplanung als Wirtschaftsplanspiel etabliert. Dies liegt insbesondere daran, dass die Lernenden ihr kaufmännisches und strategisches Denken auf eine spielerische Art und Weise trainieren können. Zudem schafft der Wettbewerbscharakter Motivation, um sich auch mit schwierigen wirtschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Dieses lässt sich z. B. an dem Sachverhalt der Abschreibungen aufzeigen, welcher an sich abstrakt ist, jedoch durch die Abnutzung der Sportgeräte logisch nachvollziehbar wird. Ein weiterer Vorteil des Planspiels sind die beiden Schwierigkeitsstufen. So gibt es neben dem Beachmanager „Basic“ noch die Spielstufe „Advance“, welche in den Oberstufen der Höheren Handelsschule und in der Mittelstufe des Wirtschaftsgymnasiums vertiefend durchgeführt wurde.

Damit lässt sich abschließend festhalten, dass der Beachmanager eine gelungene Ergänzung des Wirtschaftsunterrichts ist, was auch durch das positive Schülerfeedback unterstrichen werden kann. Hier einige Beispiele: „Es war spannend und abwechslungsreich.“ – „Die Teamarbeit hat mir Spaß gemacht.“ – „Eine Abwechslung zum Unterricht.“ – „Das Anfertigen von Werbeplakaten war toll.“ Somit wird es auch im nächsten Schuljahr 2019/20 den Beachmanager wieder geben!

Die Schülerinnen und Schüler des Medienprofiles der Höheren Handelsschule haben das Video zur diesjährigen Ski- und Snowboardfahrt produziert und fertiggestellt. Die Fahrt, an der 40 Schülerinnen und Schüler teilgenommen haben, ging ins südtiroler Meransen. Angeboten wurden Ski- und Snowboardkurse auf verschiedenen Niveaustufen, so dass alle Schülerinnen und Schüler auf ihre Kosten kamen.

Eine Studienfahrt nach Palafrugell/Spanien mit einem vielfältigen Sport- und Kulturprogramm absolvierten die 73 Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule und des Wirtschaftsgymnasiums des Ems-Berufskollegs aus Rheda-Wiedenbrück. Zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern entdeckten sie die umliegenden Orte, Strände und Landschaften und wandten ihr „Schul-Spanisch“ unter Realbedingungen an.

Ein Highlight der Fahrt, da waren sich die meisten Schülerinnen und Schüler einig, war auf jeden Fall das Sportprogramm. So hatten sie die Möglichkeit, ihre Kondition bei einer Mountainbike-Tour zu testen und Erfahrungen im Free-Climbing an der Steilküste der Costa Brava zu sammeln. Auch die gemeinsame Flusswanderung in den Pyrenäen wurde zu einem unvergesslichen Erlebnis, vor allem für diejenigen, die es sich trauten, von der Klippe eines Wasserfalls ins erfrischende Nass eines idyllischen Sees herunterzuspringen.

Viele neue Eindrücke gab es beim Besuch der Partnerschule „IES Baix Emporda“ in Palafrugell. Mit einer Video-Präsentation in der Aula stellte die Rheda-Wiedenbrücker Gruppe das Ems-Berufskolleg den spanischen Schülerinnen und Schülern der Fachrichtung Tourismus vor. Natürlich in Spanisch, denn die zweite Fremdsprache ist sowohl für die Klassen im Wirtschaftsgymnasium als auch für die „Europa-Klassen“ der Höheren Handelsschule verpflichtend. Schulleiter Joan Borromeo freute sich über die deutschen Besucher und zeigte ihnen beim anschließenden Rundgang das Schulgelände, verbunden mit Einblicken in das spanische Schulsystem. Eine Klasse von Tourismuskaufleuten hatte für die Besucher eine Stadtrallye vorbereitet, bei der die katalanische Kultur nähergebracht wurde. Auf die Offenheit und Herzlichkeit der spanischen Gastgeber ließen sich die deutschen Gäste gerne ein, sodass Sprachhemmnisse schnell überwunden wurden. Palamós, die Partnerstadt von Rheda-Wiedenbrück, wurde bei einem Rundgang näher erkundet, besonders Strand und Strandpromenade luden zum Verweilen ein.

Ein weiteres Highlight war ein Tagesausflug in die katalanische Hauptstadt Barcelona. Die Schüler besichtigten die einzigartige Kathedrale La Sagrada Familia und spazierten durch den ebenfalls von Antoni Gaudí gestalteten Parc Güell sowie das Olympia-Stadion. Abgerundet wurde das Kulturprogramm mit dem Besuch des Dalí-Museums in Figueres, dem Geburtsort des berühmten Malers.

Mit dem Erwerb des Europäischen Computerführerscheins ECDL haben 27 Auszubildende zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau am Ems-Berufskolleg ihre Qualifikation erweitert. Der Europäische Computerführerschein (European Computer Driving Licence – ECDL) ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat, mit dem praktische Fähigkeiten am Computer nachgewiesen werden. Im Rahmen der individuellen Förderung von Schülern bzw. Auszubildenden stellt dieser IT-Qualifikationsnachweis eine sinnvolle Ergänzung der schulischen und beruflichen Ausbildung dar. Am Ems-Berufskolleg wird der ECDL im Wirtschaftsgymnasium sowie in den Bildungsgängen der Berufsschule angeboten. Viele Unternehmen und auch Universitäten begrüßen es, wenn Computerkenntnisse mit dem ECDL-Zertifikat nachgewiesen werden können. Praxisbezogenes und anwendungsrelevantes Wissen steht im Vordergrund der 9 Module, aus denen sich der ECDL zusammensetzt; das Ems-Berufskolleg ist zertifiziertes Testzentrum für den ECDL.

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse WG61 besuchten bereits vor den Sommerferien die Fachmesse für Ausbildung und Studium „Vocatium“ Ostwestfalen-Lippe in der Stadthalle Bielefeld. Sie erhielten persönliche Gesprächstermine mit verschiedenen Ausbildungsbetrieben und Hochschulen. So bekamen sie zum Beispiel individuelle Tipps für ihre Bewerbung, Termine für Einstellungstests und Hinweise für ein mögliches Probearbeiten oder Praktikum.

Außerdem informierten sich die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten in abwechslungsreichen Vorträgen rund um das Thema Berufseinstieg. Die Bestätigung ihres Messebesuchs können sie ihren Bewerbungen beilegen. Sie sind einen großen Schritt weiter in Richtung Ausbildung und duales Studium.

Ende Juni war die IB71 (angehende Industriekaufleute im Blockunterricht) gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer Arndt Richter zu Gast bei einem der weltweit größten Entwickler und Hersteller von Landmaschinen.

Nach einem einführenden Film über die Geschichte und das aktuelle Portfolio des Unternehmens wurden die Fertigungsprozesse live vor Ort in Augenschein genommen. Am Beispiel der Entstehung eines Lexion-Mähdreschers (in „saatgrün“, wie CLAAS die charakteristische Farbe der Produkte nennt) konnten industrielle Fertigungsverfahren, die im Unterricht des Faches „Geschäftsprozesse“ in der Berufsschule erarbeitet worden waren, in der Praxis „unter die Lupe“ genommen werden.

Insgesamt legte die Klasse bei der Besichtigung des Oberflächenzentrums, der Vorfertigung, Endmontage, Qualitätskontrolle und Lehrwerkstatt insgesamt ca. 3 km Fussweg zurück; ein echtes „Großunternehmen“!
Als Fazit lässt sich festhalten, dass die IB71 einen informativen und praxisorientierten Erkundungstag bei Claas in Harsewinkel erfahren konnte!

20 frisch gebackene Steuerfachangestellte wurden im feierlichen Rahmen im Domhof Rheda offiziell verabschiedet. Drei Jahre lang haben sie in der schulischen Ausbildung im Ems-Berufskolleg das unverzichtbare fachliche Grundgerüst erhalten, dass bei der Arbeit in der Steuerkanzlei, wo täglich neue Herausforderungen warten, das Wichtigste ist. Das betonte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Steuerberater Harald Hussmann in seiner Ansprache. Im Namen des Prüfungsausschusses beglückwünschte er die nunmehr Steuerfachangestellten zu ihrem Erfolg. Junge Mitarbeiter würden einen gesunden und unbefangenen Umgang mit der zunehmenden Digitalisierung mitbringen, die gerade für alt eingesessene Steuerbüros von großem Wert seien. Viele Kollegen hätten zudem gemerkt, dass sie den Fachkräftemangel durch eine Aufstockung von Ausbildungsplätzen entgegenwirken könnten. Erfreulich sei, dass die Zahl der Auszubildenden in den letzten Jahren sehr konstant gehalten werden konnte. Mit viel Engagement hätte auch die Steuerberaterkammer Werbung für den Beruf gemacht, der nach wie vor ein attraktiver mit vielen Fortbildungsmöglichkeiten ist. Das unterstrich auch Maria Keuter vom Ems-Berufskolleg als Abteilungsleiterin der Steuerfachangestellten. Sie meinte, dass nach einer kleinen Auszeit, die jedem gegönnt sei, ein Studium, eine Festanstellung oder eine Weiterbildung von Steuerfachwirt, über den Finanzbuchhalter bis hin zur Königsdisziplin- dem Steuerberater- alles möglich sei. „Sie haben die erste große Hürde im Berufsleben gemeistert“, beglückwünschte sie die Verabschiedeten. Der Präsident der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe, Volker Kaiser, kommt gerne persönlich zu den Verabschiedungen um zu verdeutlichen, wie wichtig der Kammer die Ausbildung junger Nachwuchskräfte ist. Er meinte, dass es wichtig sei, eine Veränderung der Ausbildungsinhalte bezüglich fortschreitender Digitalisierung vorzunehmen. Verabschiedet wurde an diesem Abend auch ein langjähriges Mitglied des Prüfungsausschusses. Friedemann Dressler aus Rheda-Wiedenbrück geht in den wohlverdienten Ruhestand und hat zum letzten Mal die Prüfungen abgenommen. Ihm galt der Dank der Kollegen und des Kammerpräsidenten für die langjährige engagierte Mitarbeit.
Geehrt wurde Ayleen Berenskötter als Jahrgangsbeste mit einem Buchpräsent. Ferner haben erfolgreich bestanden:
Christopher Celik, Lisa Herbeck, Maria Klasen, Kristina Schneider, Janine Fortmeier, Clarissa Christina Gately, Wiebke Schwermann, Carina Chiara Wickord, Niklas Elbracht, Ergi Büsra, Heike Uhlemeyer, Jan Vogt, Frederike Monkenbusch, Marika Pieper, Jannis Templin, Katharina Wlasnew, Alexander Nienaber, Christopher Sudholt, Julia Töws.

113 Schülerinnen und Schüler erhielten jetzt am Ems-Berufskolleg die Abschlusszeugnisse der Höheren Handelsschule und erwarben damit den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Dieser Anlass wurde in einer Feierstunde in der Aula der Schule gewürdigt. Die stellvertretende Schulleiterin Stefanie Ebbesmeier gratulierte allen Absolventen mit den besten Wünschen für den weiteren Lebensweg. Sie stellte den Song „Zusammen“ von den „Fantastischen Vier“ und Clueso in den Mittelpunkt ihrer Rede: Zusammen hätten die jetzigen Absolventen die Herausforderungen des Lernens vor zwei Jahren angenommen: „Bewahren Sie sich den Mut, neue Herausforderungen anzunehmen und sich ein Denkmal zu setzen, wie es im Songtext heißt.“ Zwischen Sicherheit und Abenteuer beschrieb Christopher Godbersen als Vertreter der SV die zukünftigen Wege der Schüler: „Ihr werdet den Weg finden, der zu euch passt.“ Mit spitzen und humorvollen Bemerkungen blickte Kevin Oschinski in seinem Schülerbeitrag auf die Eigenarten der Lehrer zurück, aber auch auf entstandene Freundschaften und Zukunftsmöglichkeiten der Absolventen. Bildungsgangleiter Jens Stapke dankte in seiner Rede zunächst Schülern, Eltern und Kollegen für ihr vielfältiges Engagement in der zurückliegenden Schulzeit. Anschließend ging er auf die schon in der Antike geäußerte Kritik an der Jugend ein; sie leiste angeblich weniger, habe wenig Allgemeinwissen und sei konsumorientiert. „Ihr seid der lebende Beweis dafür, dass die Pauschalkritik der Erwachsenen nicht zutrifft. Deshalb gratuliere ich euch zum heute erreichten Abschluss.“ Mit nachdenklichen Worten erinnerte Stapke jedoch auch an Fähigkeiten wie Ausdauer und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung, die er manchmal bei jungen Menschen vermisse. „Unsere Gesellschaft braucht euer soziales Engagement, um den Fortbestand der freiheitlichen Demokratie zu garantieren.“ Besonders geehrt wurden die Klassenbesten: Jan Strickmann (HH62), Jaulle Behrendt (HH63, zugleich Jahrgangsbeste, Note 2,0), Jessica Stüker (HH64), Laura Beermann (HH65), Jessica Reimer (HH66) sowie Vanessa Wolf (HH67). Mit ihren musikalischen Beiträgen bereicherte Madeleine Sendker die Veranstaltung. Der abschließende Sektempfang bot Schülern, Eltern und Lehrern nochmals die Gelegenheit für eine Rückschau und für Ausblicke in die Zukunft.

Ein eindeutig positives Feedback erhielt die Veranstaltung „Business meets school“ am Ems-Berufskolleg. Insgesamt 20 Unternehmen, Behörden oder Kanzleien stellten ihre Tätigkeitsbereiche und Ausbildungsmöglichkeiten vor. Zum fünften Mal hat das Beratungslehrerteam die Veranstaltung für die Klassen der Höheren Handelsschule, der Berufsfachschule und des Wirtschaftsgymnasiums organisiert. Die Schülerinnen und Schüler konnten dabei im Vorfeld ihre „Lieblingsunternehmen“ aussuchen, was von allen Beteiligten positiv gesehen wurde. Ebenso dienten die vorbereiteten Fragen der Schüler einem effizienten Informationsaustausch. „Wir kommen gerne wieder“, so das Fazit der Unternehmen an das Beratungslehrerteam mit Jens Stapke, Manuela Burhenne, Stefan Gudermann, Ruth Soetebeer und Sandra Stork.

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