Nach erfolgreicher Ausbildung und Abschlussprüfung sind jetzt 20 Absolventen aus regionalen Groß- und Außenhandelsunternehmen am Ems-Berufskolleg verabschiedet worden. Sie bewältigten die Anforderungen sogar in der verkürzten Ausbildungszeit von zweieinhalb Jahren. Dafür wurde ihnen von ihren Lehrern und der stellvertretenden Schulleiterin Stefanie Ebbesmeier eine besondere Anerkennung ausgesprochen. Klassenlehrer Achim Wörmann lobte die Motivation und Anstrengungsbereitschaft der Absolventen und erinnerte an die Studienfahrt nach Brüssel als ein Highlight der Ausbildungszeit. Die „Geschichte vom Bleistift“ des Schriftstellers Paulo Coelho de Souza, die Wörmann in seiner Rede erzählte, sollte die jungen Erwachsenen auf metaphorische Weise darauf hinweisen, was die „positiven Spuren“ im Leben ausmacht. Besonders gute Leistungen erreichten: Dennis Zimmermeier (Schnitt 1,2, Ausbildung bei der Sievers GmbH), Angelina Fraune (Schnitt 1,3, Ausbildung bei der Max Lüning GmbH & Co. KG), Lulù Nijrolder (Schnitt 1,3, Ausbildung bei der Mosecker GmbH & Co. KG).

Die Klasse IN 72 konnte kürzlich interessante Einblicke in die Prozesse des Wohnmöbel-Herstellers RMW gewinnen. Nach einer kurzen Unternehmensvorstellung durch die kfm. Ausbildungsleiterin, Frau D. Bextermöller, führten Herr D. Hesse und Herr W. Breimhorst (beide Verkauf RMW) durch die Prozesse.

In zwei kleine Gruppen aufgeteilt, bekamen die Auszubildenden Industriekaufleute interessante Einblicke in die moderne innerbetriebliche Logistik und die Fertigungsabläufe des Möbelherstellers. Dabei standen hier vor allem die Qualitätssicherungs- und Rationalisierungsmaßnahmen im Fokus der Besichtigung.

Die enge Verzahnung von Auftragserfassung, Fertigungsplanung und der Logistik – vom Kunden zum Kunden – standen anschließend im Mittelpunkt. Die Bedeutung der Kundenorientierung im Unternehmen zeigte sich insbesondere in der Vorstellung des Aufgabenbereichs „Reklamationsbearbeitung“.

Während des Rundgangs durch die hauseigene Ausstellungsfläche wurde die Vielfalt des Produktions- und Absatzprogramms deutlich. Dabei erfuhren die Berufsschüler des zweiten Lehrjahres auch viele Hintergründe zur Produktpräsentation, der Veränderung von Verbraucherwünschen und den daraus resultierenden Programmentscheidungen des Herstellers.

In einer abschließenden Gesprächsrunde konnten alle noch offenen Fragen geklärt werden. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse IN 72 sowie ihre Lehrkräfte Tanja Bans und Markus Rohner bedankten sich herzlich bei den Mitarbeitern für die vielseitige, aufschlussreiche und sehr kompetente Darstellung des Rietberger Unternehmens.

Am Ems-Berufskolleg wurden jetzt fast 60 Industriekaufleute mit der Überreichung ihrer Berufsschulzeugnisse in einer Feierstunde verabschiedet. Die ehemaligen Berufsschüler hatten ihre Ausbildung in einer verkürzten Dauer von zweieinhalb Jahren absolviert. Bildungsgangleiterin Tanja Bans gratulierte allen Prüflingen ganz herzlich zu ihrem Erfolg und hob die bislang gemeisterten Herausforderungen hervor. Auch den Klassen- und Fachlehrern dankte Sie für ihren Einsatz. Insgesamt 18 Schülerinnen und Schüler erreichten eine 1 vor dem Komma. Besonders geehrt wurden Carolin Maurus (IN 63 V) und Alina Priebe (IN 62), die mit der Traumnote 1,0 abschlossen. Mit den Glückwünschen der Klassenlehrer an die Absolventen und einem gemeinsamen Umtrunk klang die Verabschiedungsfeier aus.

35 angehende Kaufleute des Groß- und Außenhandels aus den Klassen GH 71 und GH 72V besuchten gemeinsam mit den Lehrkräften Frau Volmari, Herrn Wörmann sowie Herrn Wilczek die Stadt Brüssel, um dort vom 14. bis 16.11.2018 das Europaseminar im Rahmen der Europäischen Union und des Brexit zu besuchen.

Nach einer knapp fünfstündigen Busfahrt sind wir am Mittwoch gegen 11.15 Uhr in unserer neuen Heimat für die nächsten drei Tage angekommen. Frau Corinna Radermacher, als Vertreterin der Europäischen Akademie NRW, hat uns im Sleep Well Youth Hostel in Empfang genommen und uns den Ablauf des Seminars erklärt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben dabei auch schon anonym erste Fragen im Rahmen des aktuellen Themas aufschreiben können, die im weiteren Verlauf der Seminartage geklärt werden sollten.

Nach einer kurzen Mittagspause stand unser erster offizieller Programmpunkt auf dem Plan: Wir besuchten im Europaviertel das erste Organ der EU, die Europäische Kommission. Dabei informierte uns Herr Peter Baader als Vertreter der Generaldirektion Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung über die Struktur und Aufgaben der Europäischen Kommission, die ein Vorschlagsrecht hinsichtlich EU-Verordnungen sowie EU-Richtlinien hat. Mit aktuellen Alltagsfällen erläuterte uns der Referent mögliche Konsequenzen bei Vertragsverletzungen und erklärte uns, wie EU-Programme in Bezug auf den Handel, den Wettbewerb und die Forschung dabei umgesetzt würden. Unterstützt von der EU werden auch Projekte in Tourismus und Bildung, wie das uns bekannte Projekt Erasmus.

Nach 90 Minuten machten wir uns anschließend in zwei Gruppen auf den Weg, eine politische Stadterkundung durch Irmtraud Kirschner und Paul Sanders zu genießen. So konnten wir in knapp zwei Stunden erste Impressionen der Stadt Brüssel sammeln. Der Grand-Place sowie das berühmte Manneken-Pis und der historische Platz des Mont des Arts durften natürlich nicht fehlen. Alle Sehenswürdigkeiten haben uns sehr beeindruckt. Unser „Sightseeing“ führte uns wieder zurück in unser neues Zuhause. So haben wir unsere Zimmer im Hostel bezogen und den Abend zur freien Gestaltung nutzen können.

Am Donnerstag, dem zweiten Tag unseres Seminars, haben wir ab 9.00 Uhr zunächst ein weiteres Organ der EU, das Europäische Parlament, besucht. In dem Plenarsaal erhielten wir durch die Referentin Frau Marlen Peppler wichtige Informationen über die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments. So besteht das Parlament aus 751 Abgeordneten, darunter hat Deutschland mit 96 Personen den größten Anteil. Insbesondere die große Parteienanzahl von 212 Fraktionen hat uns sehr beeindruckt und uns vor Augen geführt, welch große Herausforderung es ist, „Brücken zwischen den verschiedenen Ländern Europas zu bauen“. Für die aktuell 28 Mitgliedsstaaten stehen Dolmetscher zur Verfügung, die in 24 Sprachen übersetzen müssen.

Danach wurde über das Zustandekommen des Brexits gesprochen und uns in einem kurzen, aber durchaus prägenden Einspieler vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass auch junge Menschen im nächsten Jahr bei den Europawahlen vom 23. – 26.05.2019 wählen gehen, um die Vereinigung Europas „mit einer Stimme“ hervorzuheben. Uns darf die Zukunft Europas schließlich nicht egal sein!

Daraufhin haben wir als drittes Organ den Ministerrat in den Blick genommen. Neben dem Parlament hat der Rat der EU die Ideen aus der Kommission anzunehmen und mithilfe von Leitlinien umzusetzen. Die Referentin Frau Rebekka Wiemann vom juristischen Dienst des Generalsekretariats des Ministerrats hat uns durch alltagsnahe Beispiele, wie die Gewährleistung von Wasserqualität oder die angeordneten Ruhezeiten unseres Busfahrers, dafür sensibilisiert, wie unser Leben durch die Gesetze der EU beeinflusst wird.
Nach dem Besuch gingen wir alle zusammen zu der bekanntesten Frittenbude Brüssels „Maison Antoine“ und haben uns für den Nachmittag gestärkt.

Um 14.30 Uhr stand unser letzter Tagespunkt auf dem Programm: Wir besuchten gemeinsam das Haus der Europäischen Geschichte. Auf sechs Etagen konnte jeder für sich gemäß seiner individuellen Interessenlage mithilfe eines Tablets die Ausstellung verfolgen. Zunächst stand das 19. Jahrhundert – Europas „Eintritt in die Moderne“ im Vordergrund, bevor im weiteren Verlauf der Ausstellung Europas Abstieg in Krieg und Zerstörung gezeigt wurde.
Anschließend wurde die Suche nach einem besseren Leben in einem zunehmend vereinten Europa beleuchtet.

Gegen 17.30 Uhr kamen wir wieder in unser Hostel zurück und konnten den Abend frei gestalten. Dabei gab es spontan die Möglichkeit, das UEFA Nations League-Fußballspiel Belgien – Island in dem nicht weit entfernten König- Baudouin-Stadium live mitzuerleben. So machten sich sieben fußballbegeisterte Schüler mit Herrn Wörmann um 19.00 Uhr mit der Metro auf den Weg, das Sportevent zu besuchen. Der Großteil der restlichen Teilnehmer hat dann am Abend einen Blick in die bekannte Kultkneipe „Delirium“ geworfen.

Am Freitag, dem letzten Seminartag, besuchten wir die Landesvertretung NRW in Brüssel. Die Aufgabe der Landesvertretung ist es, als Bindeglied zwischen NRW und der EU, zu informieren und zu repräsentieren. Unser Referent Jörg Singelnstein berichtete, dass die Interessen unseres Bundeslandes mit 18 Mio. Einwohnern nicht immer deckungsgleich sind mit denen der anderen Bundesländer sowie den anderen EU-Ländern. Dabei ist es interessant, dass 33 % der deutschen Gesetze auf EU-Initiativen zurückgehen. Überrascht hat uns alle, dass Deutschland die fünftmeisten EU-Vertragsverletzungen begeht. Dabei berichtete der Referent auch von aktuellen „heißen Eisen“ wie der Flüchtlingsdebatte, die man aus seiner Sicht als Bürger in Brüssel nicht so stark mitbekommt.

Im letzten Vortrag unseres Europaseminars gab uns ab 10.45 Uhr Herr Hans-Wolfgang Busch als Geschäftsführer der AHK Debelux einen Überblick über die Strukturen und das Volumen des deutschen Außenhandels. Deutschland ist als drittgrößter Importeuer und Exporteur (2017) ein wichtiger Wirtschaftsmotor für Europa. Allein in Belgien gibt es beeindruckende 730 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung.

Nach einer 60-minütigen Mittagspause machten wir uns mit vielen neuen Eindrücken und wertvollen Erinnerungen auf die Heimreise. Die jetzigen Unterstufenklassen des Groß- und Außenhandels werden auch im nächsten Jahr ähnliche interessante Erfahrungen in Brüssel erleben.

Was können wir nun alle aus den letzten drei Tagen „mitnehmen“?
Ungeachtet einer sinkenden Wahlbeteiligung sowie nationalpopulistischen Strömungen brauchen wir die EU. Die EU hat seit ihrem Bestehen als größte Errungenschaft seit dem zweiten Weltkrieg den Frieden auf diesem Kontinent stabilisiert und gesichert.

Alexander Wilczek

Wie entstehen Verkehrsunfälle? Was sind Ablenkungsgründe im Verkehr? Welche Verkehrsteilnehmer verursachen die meisten Unfälle? Wie verhalte ich mich verkehrssicher? Diese Fragen wollten die Schülerinnen und Schüler der GH 61 und GH 72 V des Bildungsgangs Groß- und Außenhandel praktisch klären. An einem kühlen Novemberdonnerstag haben die Schüler mit 17 eigenen PKW an einem fünfstündigen Fahrsicherheitstraining der Verkehrswacht Kreis Güterslohs teilgenommen. Dies geschah auf dem ehemaligen und weitläufigen Flugplatzgelände in Gütersloh. Organisiert wurde das Fahrsicherheitstraining für die Großhandelsklassen von der Bildungsgangverantwortlichen Frau Gerwing und begleitet von ihrem KS-Lehrer Herrn Wörmann. Der theoretische Teil wurde von dem fachkundigen und sehr netten Hauptkommissar Kwiotek vorgenommen.

Der Theorieteil bestand aus kurzen, bebilderten Vorträgen mit Zahlen, Daten und Fakten aus dem Kreisgebiet Gütersloh. Bei diesen extremen und sehr wirkungsvollen Unfallfotos wurde uns als Schülerinnen und Schülern vor Augen geführt, was ein kurzer Blick aufs Handy oder andere Ablenkungen binnen Sekundenbruchteilen anrichten können.

Der Praxisteil wurde von der Verkehrsfachberaterin Frau Coulthard durchgeführt. Zu Anfang durften die Schülerinnen und Schüler immer wieder mit unterschiedlichen Aufgaben durch einen Slalomparcours fahren. Hierbei ging es vor allem um schnelles Lenken und situationsgerechte Reaktionen. Diese Aufgabe wurde von fast allen Schülern in einem guten, zügigen Tempo sauber und ordentlich durchgeführt. Hin und wieder mussten jedoch einige Pylonen aufgrund von Übermut und der Selbstüberschätzung dran glauben.

Der Höhepunkt des Fahrsicherheitstrainings war für alle das Üben der Vollbremsung mit verschiedenen Geschwindigkeiten. Auf Kommando von Frau Coulthard ging es los. Ab den zwei aufgestellten Pylonen, die eine Tormarkierung darstellten, musste abrupt gebremst werden. Dies geschah drei Mal auf trockener Fahrbahn mit Geschwindigkeiten von 30 km/h, 50 km/h und 70 km/h. Danach durften die Schülerinnen und Schüler sich erneut aufreihen und erneut drei Mal losfahren. Diesmal jedoch auf einer nassen Fahrbahn, die Glatteis simulieren sollte. Dies geschah diesmal mit Geschwindigkeiten von 30 km/h, 50 km/h und 60 km/h. Bei dieser Übung konnten die Fahrerinnen und Fahrer ein Gespür dafür bekommen, wie das eigene Auto in einer solchen Situation reagiert.

Zum Ende gab es eine abschließende Reflexionsrunde. In dieser besprachen alle gemeinsam, wie das Training empfunden wurde. Herr Kwiotek klärte noch darüber auf, was beim Autofahren verboten ist und was nicht. Wir, die Klassen GH 61 und GH 72 V, bedanken uns noch einmal sehr bei der Verkehrswacht Kreis Güterslohs und der Kreispolizei Gütersloh, die uns an diesem Tag betreuten und uns immer wieder wertvolle Hinweise und Tipps gaben.

Banu Gezer, GH 61

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Oberstufenklassen des Einzelhandels, EH62 und EH63, besuchten das zweitgrößte Marktforschungsinstitut Deutschlands KANTAR TNS an einem der fünf deutschen Standorte in Bielefeld. Der Geschäftsführer Herr Scheffler berichtete über den Forschungsablauf und den Grundsatz: „Künftig werden diejenigen Unternehmen am stärksten wachsen, die die einzelnen Momente am besten verstehen und nutzen können“. Er konnte uns an vielen bekannten Beispielen aus dem Handel, Onlinehandel und Zulieferern des Einzelhandels die Arbeit der Marktforschung näherbringen. Aufgrund der zunehmenden Digitalisierung werden immer mehr Daten, die bereits vorhanden sind, genutzt. Diese werden bei KANTAR TNS je nach Kundenproblem strukturiert. Die Sekundärforschung nimmt somit einen immer größeren Stellenwert ein. KANTAR TNS setzt weiterhin auf die Primärforschung und hat eines von vier Telefonstudios, mit 600 Festangestellten direkt im Haus. Die Leiterin des Telefonstudios gab den Schülerinnen und Schüler einen praktischen Einblick in die Arbeit eines Interviewers.

Wie sieht ein korrektes Bewerbungsschreiben aus? Welche Angaben gehören in einen Lebenslauf? Mit welchen Fragen muss ich im Vorstellungsgespräch rechnen, und wie präsentiere ich mich am besten? Was sollte ich wissen, um als Bewerber/in zu überzeugen? Diese und weitere Fragen beantwortete Uwe Kappner von der AOK im Verlauf eines umfassenden Bewerbungstrainings für die Oberstufenklassen der Einzelhandelskaufleute. Die Auszubildenden, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung stehen, simulierten Vorstellungsgespräche, die ausführlich analysiert und besprochen wurden. Weitere Schwerpunkte des Vormittags waren Benimm-Regeln und die Rhetorik im Verkaufsgespräch. Da nicht alle Schülerinnen und Schüler damit rechnen können, von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen zu werden, hat das Thema „Wie bewerbe ich mich richtig?“ eine besondere Bedeutung.

„In Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr 550000 Verkehrsunfälle. Über 600 Menschen werden dabei pro Jahr getötet. Der Anteil von jugendlichen Verkehrsteilnehmern bei den Verursachern von schweren Unfällen ist überproportional hoch. Das ist alarmierend und inakzeptabel. Überhöhte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen: Das sind in über 50 Prozent aller Fälle die Ursachen, warum Menschen im Straßenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden. Die Polizei geht gemeinsam mit ihren Partnern beim „Crash Kurs NRW“ neue Wege.

Bei den Veranstaltungen in Schulen stehen die Emotionen im Vordergrund. Ziel ist es, bei den jungen Teilnehmern ein realitätsnahes Gefahrenbewusstsein zu schaffen und eine dauerhafte, positive Verhaltensänderungen zu bewirken.
Polizisten, Feuerwehrleute, Notfallseelsorger, Notärzte, Verkehrsunfallopfer oder deren Angehörige berichten von ihren Erfahrungen. Sie erzählen, was sie erlebt haben, wie sie sich gefühlt haben und welche Belastungen durch einen Unfall entstehen können. Die Akteure verdeutlichen aber auch schonungslos ihre eigenen Grenzen. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunfälle in den meisten Fällen passieren, weil die Fahrer Regeln missachten. Das heißt auch, dass man etwas dagegen tun kann. Den Schülern wird vor Augen geführt, dass sie Verantwortung tragen, wenn sie sich im Straßenverkehr bewegen. Dies gilt nicht nur für den Fahrer, sondern auch für diejenigen, die sich zu ihm ins Auto setzen. Alle tragen Verantwortung für sich selbst und andere. Weniger jugendliche Verkehrsopfer sind der Erfolg, auf den Crash Kurs abzielt.“ (Quelle: www.polizei.nrw/artikel/crash-kurs-nrw-0)
Von ihren Erfahrungen berichteten in der Aula des Ems-Berufskollegs auf sehr eindringliche Weise: Daniel Helmig (Rettungsassistent), Markus Wolff (Polizei), Marco Beuermann (Pfarrer und Notfall-Seelsorger), Peter Rutschkowski (Polizist i. R. und Notfallseelsorger), Hans Lutermann (Vater eines Unfallopfers).

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 13 des WG am Ems-Berufskolleg messen sich mit anderen Wirtschaftsgymnasien aus dem Regierungsbezirk Detmold. Gökai Aktan, Robin Berenbrinker, Jonas Pollmeier und Franziska Trostheide der Klasse WG61 traten dabei gegen Schülerinnen und Schüler anderer Gymnasien am 22. November 2018 am Rudolf Rempel Berufskolleg in Bielefeld an. Im Rahmen eines betriebswirtschaftlichen Planspiels wird realitätsnah kalkuliert, gefertigt und geworben. Es zählen betriebswirtschaftliches Fachwissen und das richtige Fingerspitzengefühl beim fiktiven Verkauf von Campingzelten. Am Ende gewinnt das Ems-Berufskolleg mit einem sehr guten zweiten Platz die Silbermedaille.

Was ist mit den Flüchtlingen los? Jeden Tag lesen und hören wir so viele Informationen in den Nachrichten. Aber sind diese Informationen ausreichend, um eine humanitäre Krise zu verstehen? Und das Wichtigste: Wie verhalte ich mich angesichts einer solchen Krise?

Im Rahmen des Projekts „15 Jahre später… – das zukünftige Tagebuch eines Geflüchteten“ hat die griechische Studierende Marianthi Kontelli gemeinsam mit den Schüler/-innen des Ems-Berufskolleg Rheda-Wiedenbrück versucht, den Aspekt der persönlichen Erfahrung der Geflüchteten, der Asylbewerber/-innen und deren Familien zu entdecken. So wollten sie eine andere Perspektive erwerben, unter der sie die alltäglichen Nachrichten interpretieren können. Unter der Oberfläche haben sie gemeinsam eine ganze Welt von Gefühlen und Träumen herausgefunden, die sich während der Reise der Geflüchteten durch Griechenland nach Deutschland und des Integrationsprozesses in Deutschland ständig ändert.

Das ist die Situation heute. Aber wie wird die Zukunft in 15 Jahren aussehen? Das haben die Schüler/-innen in die Hand genommen und sich die Zukunft Haroons, eines Geflüchteten, vorgestellt. Und während des Projektes haben sie vielleicht herausgefunden, dass sie auch eine Rolle spielen können, sodass diese Zukunft sich verwirklicht.

Bei ihrem ersten Besuch in der Klasse stellte Marianthi ihr Heimatland Griechenland in einer kleinen Präsentation vor. Die Schüler/ -innen haben Videos gesehen und konnten griechische Produkte probieren. Danach erarbeiteten die Schüler/-innen und Marianthi gemeinsam den Einstieg in die Situation der Geflüchteten, z.B. mithilfe einer Mindmap.

Während der zweiten Unterrichtseinheit bekamen die Projektteilnehmenden Besuch von zwei Gästen mit Fluchthintergrund. Sie teilten ihre Erfahrungen und beantworteten Fragen der Schüler/ -innen. Gemeinsam spielten sie ein Spiel, um ein besseres Verständnis für deren Situation zu erlangen.

Marianthi war mit ihrem Projekt sehr zufrieden. Für ihren späteren Beruf war das Projekt eine sehr schöne Gelegenheit, in den schulischen Bereich reinzukommen und den schulischen Alltag im deutschen Schulsystem zu erleben. Als Studentin der Erziehungswissenschaft wird diese Erfahrung sehr wichtig für sie sein. Darüber hinaus hat Marianthi erfahren, was deutsche Schüler/-innen über das Thema Migration und Geflüchtete denken.

Kontakt

Ems-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung
Am Sandberg 21 | 33378 Rheda-Wiedenbrück

Telefon: 05242 40809-0
Fax: 05242 40809-222

E-Mail: ems-berufskolleg@gt-net.de
Web: