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Zwei Klassen der Höheren Handelsschule und eine Klasse des Wirtschaftsgymnasiums am Ems-Berufskolleg des Kreises Gütersloh in Wiedenbrück sind in Rollen des Europäischen Parlaments geschlüpft. So mimten Didem Rotosun die Parlaments- und Pauline Dreismann die Ratspräsidentin. Realistisch wurde es in einer Diskussion mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses und Europaabgeordneten der CDU seit 1980, Elmar Brok (Bielefeld), und dessen SPD-Kollegin Birgit Sippel aus Arnsberg, die seit 2009 dabei ist. Hauptthema waren die Flüchtlingsströme und Asylbewerber. Brok betonte grundsätzlich: „Ohne Ende des Krieges in Syrien kein Ende des Flüchtlingsproblems. Wir können von Menschen nur verlangen, zu Hause zu bleiben, wenn sie dort auch leben können.“ Der CDU-Politiker empfahl dringend, andere Länder außerhalb der EU zu stärken. Jeder Euro, der dort hineingegeben werde, spare drei Euro hier.
Um jedes Land in der EU Stacheldraht zu ziehen, sei keine Alternative, warnte Brock. Ganz abgesehen davon, dass es die Wirtschaft bis 2025 rund 450 Milliarden Euro koste, wenn die Grenzen des Binnenmarkts im Schengen-Raum geschlossen würden. Der Europaabgeordnete verteidigte die Politik Angela Merkels und ihre Haltung: „Ich bin ein Mädchen der DDR und werde keine neue Mauer bauen.“
Birgit Sippel stimmte mit Brok überein, dass Merkel mit dem „Wir schaffen das!“ richtig gehandelt habe, als Ungarn die Flüchtlinge „sehr unschön“ behandelt habe. Ihr Anliegen: „Was können wir tun, um andere Länder zu festigen, damit sich die Flüchtlinge nicht der Schlepper bedienen müssen?“ Griechenland brauche dringend Entlastung. Deshalb sollte die Verteilung in der EU sofort beginnen.
Die SPD-Politikerin mahnte: „Wenn wir uns einmauern, entstehen Mauern in den Köpfen der Menschen.“ Sippel: „Wenn Menschen vor brennenden Häusern applaudieren, mache ich keinen Unterschied zwischen Wutbürgern und Rechtsextremisten.“ Brok: „Wir müssen den Menschen bewusst machen, dass wir vor einem Jahrhundertereignis stehen. Und die Wähler müssen sehen: Da passiert etwas.“ Weitere Übereinstimmung: „Anerkennung als Asylbewerber und dann 20 Jahre Sozialhilfe ist keine Lösung“, so Sippel. Brok: „Wenn die Flüchtlinge zurückkehren, müssen sie Fähigkeiten mitbringen, ihr Heimatland wieder aufzubauen.“
Die Gesellschaft Eurosoc (Konstanz) hatte den Europa-Unterricht organisiert, um Entscheidungsprozesse sichtbar zu machen. Das Gespräch leitete die Pädagogin für europäische Wirtschaftslehre, Andrea Gerwing.

Die Glocke 01.03.2016 Von JOHANNES BITTER

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