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„Glüxxit – wer nicht zockt, gewinnt“ ist ein Präventionsprojekt, an dem sich am 15. und 16. Januar 2020 drei Klassen der Berufsfachschulen des Ems-Berufskollegs beteiligt haben. Begleitet von ihren Lehrern und den an der Schule tätigen Schulsozialarbeitern spielten sich die Jugendlichen mittels Fernbedienung und Keypad durch ein interaktives Quiz zum Thema Glücksspielsucht. Nach einem kurzweiligen Einstieg über Wissens- und Einschätzungsfragen setzten sie sich anschließend intensiv mit den Gefahren von Glücksspielen auseinander.

Die in Bielefeld ansässige Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW entwickelte gemeinsam mit dem Arbeitskreis gegen Glücksspielsucht Unna, der Caritas Neuss und dem Diakonischen Werk Herford im Auftrag des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums das Präventionsprojekt Glüxxit für Berufskollegs. Durchgeführt wurde das Projekt von der Suchttherapeutin Janina Kollmeier. Den Schulsozialarbeitern vor Ort ist die mögliche Gefahr von häufigem Glücksspiel gerade auch bei Jugendlichen durchaus bewusst. Daher haben die Fachleute von Pro Arbeit das Projekt an die Schule geholt und aktiv begleitet.

Die Bezeichnung „Glüxxit“ – eine Zusammensetzung der Wörter Glück(sspiel) und Exit – spiegelt die Problematik wieder: Häufiges Glücksspiel kann süchtig machen. Spielotheken und Glücksspielangebote im Internet sind allgegenwärtig und üben insbesondere auf junge Männer eine große Anziehungskraft aus. So können auch Schüler und Schülerinnen der Verlockung des vermeintlich schnellen Geldes erliegen. Genau dies kann jedoch in eine Glücksspielabhängigkeit führen, die wiederum weitere Probleme, wie z.B. Verschuldung oder soziale Isolation, nach sich ziehen kann. Allein an den 217 Geldspielgeräten in Rheda-Wiedenbrück wurden 2018 insgesamt 6,1 Millionen Euro verspielt, machte die Suchttherapeuten Janina Kollmeier vom „Glüxxit“-Team den Schülerinnen und Schülern deutlich.

„Bei den Jugendlichen in der Berufsfachschule am Ems-Berufskolleg kam „Glüxxit“ sehr gut an“, berichtet Schulsozialarbeiterin Franziska Linnemann. Sie weiß, dass insbesondere im Internet für Jugendliche „Wettgefahren“ in Form von Fußball- und Sportwetten, Live- und Online-Wetten lauern. „Es geht nicht darum, Glücksspiel an sich zu verteufeln, sondern um eine Sensibilisierung für mögliche Gefahren im eigenen Spielverhalten oder im Spielverhalten des sozialen Umfeldes.“

Nicht nur mittels Fragen, sondern auch durch Einspielfilme mit Erlebnissen von Glücksspielern und Expertenaussagen erhielten die Schülerinnen und Schüler einen guten Überblick über die Thematik, die spannend, authentisch und vor allem zielgruppengerecht aufbereitet worden war. Reflektierend berichteten die Schülerinnen und Schüler auch von eigenen oder im Freundes- und Familienkreis gemachten Erfahrungen mit Glücksspielen. So gelang auf spielerische Weise eine Sensibilisierung für das Thema.

Dass der Ausgang bei Glücksspielen vom Zufall abhängt, sich gar nicht beeinflussen lässt und auch Übungseffekte zu keinem besseren Spielergebnis führen, waren wichtige Erkenntnisse, die die Schülerinnen und Schülern nach der 90-minütigen Lerneinheit mitnahmen. Mit dem Projekt „Glüxxit“ werden die Jugendlichen sensibilisiert, einen anderen Blick auf die Glücksspielbranche und deren Gefahren zu werfen und ihr eigenes Verhalten bzw. den Umgang mit solcher Art von Spielen kritisch zu überdenken.

Kontakt

Ems-Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung
Am Sandberg 21 | 33378 Rheda-Wiedenbrück

Telefon: 05242 40809-0
Fax: 05242 40809-222

E-Mail: ems-berufskolleg@kreis-guetersloh.de
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